Hier finden Sie wichtige und wissenswerte Informationen rund um Räder und Reifen:

Tipp: Um schnell zum gesuchten Begriff zu gelangen, benutzen Sie bitte die Suchfunktion ihres Browser
(Strg + F).

Sollten Sie weitere Informationen oder Fragen rund das Thema Reifen haben, zögern Sie nicht uns anzusprechen!

 

0-9
3PMSF  

Alle Reifen ab Produktion 2018 müssen das Schneeflocken-Symbol  (3PMSF) aufweisen, um zukünftig als Winterreifen anerkannt zu werden.Zu finden ist es auf der Reifenflanke.

3 Peak Mountain Snowflake

A
AirStop Das Volkswagen Reifenprogramm, fasst die verschiedenen Reifenbezeichnungen wie z.B. ContiSeal zusammen. Diese Reifen sind durch eine viskose Masse im Reifeninneren vor Luftdruckverlusten bei Einfuhrschäden vorrübergehend geschützt und versiegeln sich selbst. So ist die Mobilität bis zur nächsten Werkstatt gesichert.
All Season Allwetter- bzw. Ganzjahresreifen, sind ein Kompromiss aus Winter- und Sommerreifen. Für gemäßigte Klimazonen oder Fahrer die wenige Kilometer im Jahr fahren, eine gute Wahl. Auch diese Reifenart muss ab 2018 mit dem 3PMSF-Piktogramm versehen sein um als Winterreifen durchzugehen!
AO Bezeichnung auf dem Reifen die angibt das der Reifen für Fahrzeuge der Marke Audi entwickelt wurde. Und gerade für diese PKW-Marke besondere Eigenschaften mitbringt
Aquaplaning Aufschwimmeffekt, wenn die Menge des auf der Straße stehenden Wassers nicht mehr von den Längsrillen des Reifens aufgenommen werden kann.
Auswuchten Sollte nach der Montage von Reifen auf Felge eine Unwucht entstehen, werden beim Auswuchten mit Hilfe von Klebe- oder Schlaggewichten diese ausgeglichen. Um Vibrationen und Verschleiß zu vermindern.
B
Bar Maßeinheit für den Luftdruck
C
C-Decke 
Reifen für Transporter, LLKWs und Vans mit Verstärkter Karkasse und höherer Tragfähigkeit
D
DA-DECKE Reifen die Schönheitsfehler aufweisen, jedoch technisch einwandfrei sind. 100 % Garantie vom Hersteller.
DOT Das amerikanische "Department of Transportation" verlangt eine Reihe von Angaben zum Aufbau des Reifens. Diese sind in Form von Zahlencodes auf der Seitenwand zu finden sind.
In den meisten Fällen ist damit jedoch das Herstellungsdatum des Reifens gemeint, welches neben dem DOT zu finden ist. Seit 2000 ist die Herstellungsdatumskennzeichnung vierstellig. Die beiden ersten Ziffern geben die Kalenderwoche der Herstellung an, die beiden letzten Ziffern das Herstellungsjahr. Vor dem Jahr 2000 wurden dreistellige Codes verwendet. Sollten Ihre Reifen noch einen dreistelligen Zahlencode haben, zögern Sie nicht uns anzusprechen!

E

E A Erstausrüstung auch O E (Original Equipment). Reifen die alle Herstellervorgaben erfüllen. Ggf. müssen diese nochmal nachgearbeitet werden, um die Spezifikationen der Fahrzeughersteller zu erfüllen.

E.T.R.T.O.

ETRTO steht als Abkürzung für European Tyre and Rim Technical Organisation.
Diese Behörde - mit Sitz in Brüssel - legt für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Standards und Normen der Reifen- und Felgentechnologie fest.

ECE-Kennzeichen

§ 36 StVZO schreibt unter Punkt 4 (Reifenbezeichnung) folgende Reifenkennzeichnungen vor: Reifen an Fahrzeugen mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h müssen mit folgender Kennzeichnung versehen sein: Reifengröße, Reifenbauart, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskategorie und Herstellungsdatum (bzw. Reifenerneuerungsdatum). Außerdem ist seit dem 01.10.1998 die E-Kennzeichnung vorgeschrieben.
EXTRA LOAD Reifen mit erhöhter Tragfähigkeit (XL, EXTRA LOAD, RF)
F
Flankenhöhe Die Flankenhöhe steht im Verhältnis zur Reifenbreite. Das bedeutet, dass bei einer Reifengröße von 195/65 R 15 T der Wert 65 (65 % der Reifenbreite) die Höhe des Reifens angibt. Man redet von einem Reifen der Serie 70. Es gibt zurzeit Serien von 80 bis 25. Ab einem Wert kleiner als 55 spricht man von Breitreifen.

Freigängigkeit

Zur Technischen Abnahme bei einer anerkannten Prüfstelle, muß die Rad- Reifenkombination eine Freigängikeit von mindestens 5 mm in vollbeladenen Zustand gegenüber Spurstangen, Karosserie- und andere Fahrzeugbauteile aufweisen. GenauereAngaben dazu finden Sie im Gutachten der Felge die montiert werden soll.
FSL Felgen-Schutz-Leiste, Vorstehende Gummilippe zum Schutz der Felge vor Beschädigungen.

G

Green Reifen die bei diversen Herstellern so gekennzeichnet wurden, damit der Verbraucher weiß das diese Reifen besonders Umweltschonend sind, hierbei handelt es sich um kein geprüftes Zeichen, es ist nur eine Reifenbezeichnung, daher gilt es immer das Reifenlabel zu prüfen

H

Höhenschlag Abweichung vom Rundlauf des Reifens in horizontaler oder vertikaler Richtung. Dieses Problem tritt bei heutigen Reifenmodellen eher selten auf.
I
/ /
J
/ /
K
Karkasse Dieser wesentliche Bestandteil des tragenden Reifenunterbaus verleiht dem Pneu seine Festigkeit und sorgt für Zusammenhalt. Besteht heute zumeist aus "Rayon" genannten Kunstfasern.
L
Lamellen Feine Einschnitte im Profilblock. Diese "greifen" z.B. bei Winterreifen in den Schnee und erhöhen die Traktion beim Anfahren und Bremsen.
Lastindex Last Index / Load Index / Traglast, Zu finden auf der Reifenflanke zwischen Reifengröße und Speed-index.
Beispiel: 195/65 R 15 91T
91 bedeuted in diesem Fall 615 kg Traglast, je höher der Lastindex, desto mehr "trägt" der Reifen
Lauffläche Die Lauffläche ist der einzige Teil des Reifens/PKWs mit direktem Kontakt zur Straße und ist gemeinsam mit den übrigen Reifenkomponenten für die Kraftübertragung zuständig. Es gibt hier diverse Profilbilder für die verschiedensten Anforderungen
Laufrichtung Reifen mit laufrichtungsgebundenem Profil werden in der durch einen Pfeil gekennzeichneten Laufrichtung montiert. Sie bieten folgende Vorteile: Geringere Geräuschentwicklung, bessere Traktion bei Nässe, höhere Aquaplaningsicherheit. Gerade Hochleistungs-, Breit- und Winterreifen werden immer häufiger als laufrichtungsgebundene Pneus konzipiert.
Luftdruck Der richtige Luftdruck hat für die Laufleistung und Lebensdauer des Reifens sowie für die Fahrsicherheit erhebliche Bedeutung. Vergessen Sie bitte nicht immer mal wieder nach dem Luftdruck zu schauen!
M
M+S Abkürzung für Matsch + Schnee, zu finden auf der Reifenflanke. Ein Indiz für Wintertaugliche Reifen. Ab 2018 nur gültig wenn auch das 3PMSF Piktogramm auf der Reifenflanke abgebildet ist.
Mindestprofil-
tiefe

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe in Europa beträgt 1,6 mm Restprofil. Ab dieser Grenze muss der Reifen erneuert werden um Verkehrssicher unterwegs zu sein.

Aufgrund verschiedener Anforderungen empfehlen wir, nicht auf das erreichen der gesetzlichen Mindestprofiltiefe zu warten. Unsere Empfehlung:

Sommerreifen: ab 2 mm Restprofil
Winterreifen: ab 4 mm Restprofil
Breitreifen: ab 3 mm Restprofil
Ganzjahresreifen: je nach Einsatzzeitraum ob Sommer oder Winter

Mischbereifung

Unterschiedliche Fabrikate, Neu- und Gebrauchtreifen oder Sommer- und Winterreifen kombiniert, können im Extremfall zu einem unkontrollierbaren Farhrverhalten führen.

Verboten ist die Montage unterschiedlicher Reifengrößen auf einer Achse.
Bei Allrad Fahrzeugen empfiehlt es sich auf beiden Achsen die gleichen Profile zu fahren, um den Komfort zu erhalten. Bei Front- oder Heckantrieben sollten zumindest die einzelnen Achsen das gleiche Profilbild zeigen um Lautstärke und Komfort zu erhalten.

N
Niederquer-
schnitt
Der Reifenquerschnitt beschreibt das Verhältnis von Flankenhöhe zu Laufflächenbreite. Ein Höhe-Breite-Verhältnis (bis zu 0,25 : 1)
O
Offroad-Reifen Spezialreifen für den Einsatz im Gelände. Beliebt bei Pick-Ups und SUV

P

Polymer-
beschichtung

Die Polymerbeschichtung vermindert z.B. die Folgen einer Verletzung des Reifenprofils: Durchstiche bis 5 mm Durchmesser  werden dank der Beschichtung direkt versiegelt

Wenn man diese Technologie nur bei den Sommerreifen hat, jedoch bei den Winterreifen zur Standard-Variante greift, empfiehlt es sich ein Tire-Mobility Set mitzuführen um im Pannenfall mobil zu bleiben!

Q
Querschnitt
R
Radlast Das Gewicht des Fahrzeugs, das auf dem Reifen lastet.
RDKS RDKS = Reifendruckkontrollsystem,
Direkt= über Reifendrucksensoren,
Indirekt= Über die Fahrzeugelektronik (bei VW üblich)
Reifenfreigabe

TÜV und Zulassungsstellen erlauben für jedes Fahrzeug von der Originalbestückung abweichende Reifen-/Felgenkombinationen. Um nicht die Zulassung und damit auch den Versicherungsschutz zu verlieren, müssen Umrüstungen auch eingetragen werden.
Entsprechende Formulare sind bei den diversen Reifenherstellern verfügbar.

Viele "Low-Budget"-Hersteller stellen diese nicht zur Verfügung.

Reifengröße Beispiel: 195/65 R15 T
- 195 mm Reifenbreite
- 0,65 Höhe-Breite-Verhältnis
- R steht für Radialbauweise,
- 15
steht für 15 Zoll,
- 91
für die Traglast von 615 kg 
- T Höchstgeschwindigkeit 190 km/h
Reifenlabel

Das Reifenlabel ist eine Kennzeichnung für Reifen. Seit dem 1. November 2012 muss das Reifenlabel anhand eines Aufklebers oder Etiketts an neuen Reifen und im Werbematerial angebracht sein.

Das Label gibt Informationen über den Kraftstoffverbrauch, die Nasshaftung und die Geräuschklassifizierung des Reifens an den Verbraucher weiter.

Reifenschäden Fast jeder Schaden am Reifen lässt sich auf unsachgemäßen Umgang zurückführen.
Beispiele:
- Falscher Luftdruck
- Beschädigung durch Bordsteine, etc.
- Beschädigung durch Fremdkörper
- Montagefehler
- unsachgemäße Lagerung
- Überalterung
Reifentypen S Sommer
W Winter
G Ganzjahres
O Offroad
L LLKW / LKW / C-Decke
M Motorrad / Quad / ATV
Rollwiederstand Durch die Verformung (Walkarbeit) des Reifens entsteht Rollwiderstand. Konstruktionsziel ist es, einen möglichst geringen Rollwiderstand und somit einen geringeren Benzinverbrauch zu erreichen.
Runflat Reifen mit Notlauf-Eigenschaft.
Jeder Hersteller benutzt seine eigene Bezeichnung.
Beispiele: Continental SSR, Bridgestone RFT, Dunlop ROF, Michelin ZP
Sicherheitshinweis:
Notlauf-Reifen dürfen ausschließlich nur auf dafür freigegebenen Fahrzeugen eingesetzt werden. Diese müssen mit einem funktionierenden Luftdruck-warnsystem ausgestattet sein.Die maximale Distanz von 80 km und die maximale Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h dürfen im Pannenfall nicht überschritten werden.
S
Sägezahn Eine ungleichmäßige Abnutzung der Schulter-Profilblöcke führt zu einer Sägezahnbildung und einem Ansteigen des Geräuschpegels. Diese kann ausgeglichen werden indem man die Räder quertauscht, allerdings dauert es eine gewisse Zeit bis sich das Profil angleicht
Schlupf Bezeichnet die Relativbewegung zwischen Fahrzeuggeschwindigkeit und Reifen-Umfangsgeschwindigkeit. 100 % Schlupf: Ein Rad dreht durch oder blockiert.
Schneeketten Bei extremen Schnee- und Streckenbedingungen, die auch mit Winterreifen nicht mehr zu bewältigen sind, bieten Schneeketten die Möglichkeit, ans Ziel zu gelangen. In diversen Gebieten sind diese Pflicht.
Seitenschlag Eine Unwucht an den Rädern von 10g wirkt durch die Fliehkraft bei einer Geschwindigkeit von 100km/h wie 2,5kg. Bei 200km/h sind es schon 10kg. Es werden dadurch Reifen, Radlager und Radaufhängung übermäßig beansprucht.
Durch das Auswuchten der Räder wird der Seitenschlag angeglichen und auf ein Minium reduziert.
Speed Index

Geschwindigkeits Angabe auf der Reifenflanke
Umschlüsselung der gängigsten PKW-Reifen
T bis 190 km/h
H bis 210 km/h
V bis 240 km/h
W bis 270 km/h
Y bis 300 km/h
(Y) über 300 km/h

Spur Abstand zwischen den Reifenmitten einer Achse. Kann zwischen Vorder- und Hinterachse differieren.
Sturz Unter Sturz versteht man die Neigung eines Rades bzw. seiner Mittellinie gegenüber der Senkrechten zur Fahrbahn. Ist das Rad oben nach außen geneigt, dann ist der Sturz positiv (+); bei oberer Neigung des Rades nach innen ist der Sturz negativ (-). Dadurch werden die Reifenaufstandsflächen einseitig (innen oder außen) belastet, wodurch sich die Tragfähigkeit der Reifen reduziert.
T
Tire Mobility-
Set
Pannenset für Fahrzeuge ohne Reserverad. Gehören dann zum Bordwerkzeug im Verbund mit Wagenheber und Kompressor.
TL Tubeless = schlauchlos, mittlerweile der Standard bei PKW-Reifen
U
Übersteuern Fahrverhalten, bei dem die Hinterreifen vor den Vorderreifen die Haftung verlieren: Das Auto bricht mit dem Heck aus und dreht sich im Kurvensinne ein.
Untersteuern Fahrverhalten, bei dem die Vorderreifen vor den Hinterreifen die Haftung verlieren: Das Auto rutscht geradeaus in tangentialer Richtung zum Kurvenradius.
Unwucht Bereits minimale Schwankungen in der Materialdichte oder andere Einflüsse können geringfügige Ungleichgewichte innerhalb des Reifens bewirken. Bei der Drehbewegung entstehen dadurch Unwuchten, die durch Gegengewichte an der Felge ausgeglichen werden können.
V
Ventil

Es gibt zwei Arten von Ventilen:
- Gummiventil, die das Felgenloch selbst abdichten.
- Schraubventile, die zum Abdichten einen Dichtring verwenden.

Ventile sind sehr empfindlich gegen Schmutz, Staub und Feuchtigkeit. Daher achten Sie bitte immer darauf das die Ventilkappe fest verschraubt ist.

Verschleiß Der Verschleiß ist von der Reifenalterung und vom Fahrbetrieb abhängig. Die Reifenhaltbarkeit wird vom Fahrstil, der Beladung des Fahrzeugs, den Streckenverhältnissen und der Pflege (Luftdruck) bestimmt. Bei gleichem Fahrzeug- und Reifentyp sind Leistungsdifferenzen von einigen tausend Kilometern möglich.
Vmax Hochgeschwindigkeits-Variante, speziell für Tuning-Modelle
W
/ /
X
/ /
Y
/ /
Z
Zoll Zoll ist eine amerikanische Maßeinheit für Entfernung.
1 Zoll           = 25,4 Millimeter
1 Millimeter   = 0,03937 Zoll
ZR

"ZR"-Reifen sind für besonders Hohe Geschwindigkeiten ausgelegt (Speed-Index), der ZR-Hinweis wird nicht immer auf die Reifenflanke geschrieben, aber Reifen mit einem Index V(240km/h>), W(270km/h>) und Y(300km/h>) sind in jedem Fall ZR-Reifen
Beispiel: 225/45 ZR 17 94Y